`Sgt. Pepper's Magical Mystery Board´ `Sgt. Pepper's Magical Mystery Board´
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30.11.-Arte-Mordfall Lennon(nicht vergessen)


 
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AnyRoad69
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BeitragVerfasst am: 23.11.2005, 14:14    Titel: 30.11.-Arte-Mordfall Lennon(nicht vergessen) Antworten mit Zitat

(tsch) Nach den Beatles wurde es Anfang der 70er-Jahre eigentlich eher still um John Lennon: Seine Solokarriere startete mäßig, wenn auch er und die in New York lebende japanische Künstlerin Yoko Ono ab und an Schlagzeilen machten. Bis Mark David Chapman auf der Bildfläche erschien. Der geistig gestörte Mann erschoss John Lennon vor dem Dakota Building. Das war vor 25 Jahren, am 8. Dezember 1980. ARTE erinnert an den lebensfrohen Musiker und zeigt die ZDF-Doku "Mordfall: John Lennon" nun in einer Erstausstrahlung.

Die Biografien des Mörders und des Opfers zeigen Parallelen: Chapman heiratete eine Japanerin, wie sein Vorbild suchte er sein Leben lang nach Anerkennung. Die Verehrung des Ex-Beatles schlug in Hass um, noch heute rätselt die Welt ob der Motive für die Ermordung: Fünf Schüsse feuerte der Täter aus nächster Nähe ab. Die ZDF-Filmemacher Egon Koch und Friedrich Scherer wollen ein Vierteljahrhundert nach dem Verbrechen etwas Licht ins Dunkel bringen.

In ihrer 55-minütigen Dokumentation kommt der Täter selbst zu Wort: Mark Chapman spricht in exklusiven Tonbandinterviews, die im Gefängnis angefertigt wurden, über seine Motive. Außerdem erläutern Psychologen und Vertraute Chapmans über die möglichen Hintergründe, die zu dem Verbrechen geführt haben könnten. Frederic Seaman, ein damaliger Freund Lennons, gibt Einblicke hinter die Kulissen des Superstars, der nach seinem Tod zur Ikone wurde.

Mark David Chapman wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und sitzt zurzeit im Attica State Prison in der Nähe von Buffalo. Drei Begnadigungs-Gesuche wurden bereits abgelehnt, ein weiteres könnte 2006 gestellt werden.
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AnyRoad69
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
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BeitragVerfasst am: 29.11.2005, 21:40    Titel: Antworten mit Zitat

Besonders müßte dieser Film dem Mann gefallen, der nun seit fast 25 Jahren im New Yorker Attica-Gefängnis einsitzt. Alle reden über ihn, 50 Minuten lang. Sie sprechen mehr über Mark Chapman als über John Lennon. Und so lautete ja auch der eigentliche Plan des Attentäters. Schierer Ruhm war Chapmans Mordmotiv, als er am 8. Dezember 1980 gegen 22 Uhr 55 seine Pistole auf den Beatle richtete und dessen Lebenslicht auslöschte, um den unsterblichen Star als Satellit für alle Zeiten zu begleiten.

Chapman läßt sich seine Tat entlohnen in der Leitwährung des Medienzeitalters: Aufmerksamkeit. Erteilt wird sie von Fans, die sich entweder fröstelnd Autogramme wünschen oder die im Namen der Ikone Rache schwören. Psychologen-Heere hüllen die Figur in tragisch-hochkomplexe Theorien. Chapman wird zum Bösewicht in Filmen wie dem Arte-ZDF-Beitrag von Egon Koch und Friedrich Scherer: "Mordfall John Lennon. Das Idol und sein Attentäter".

Ausgiebig zu Wort kommt hier Jack Jones, ein Journalist, der davon lebt, Mark Chapmans offizieller Biograph zu sein. "Es war die Tat des Bösen, nicht des Wahnsinns. Er steigerte sich in den Wahnsinn hinein, um den Mord vor sich zu rechtfertigen", glaubt Jones. Als Medienoberfläche bleibt der Wahn. Die Bilder, die aufgesagten Expertisen und vor allem der Verzicht, die Chapman-Originaltöne synchron zu übersetzen, machen aus dem dicken Wirrkopf einen Schauerriesen.

Dieser interessante Subtext trägt die Fernseh-Nacherzählung der zwei Lebenswege, die sich kreuzten, woraufhin der eine endete. Am Punkt des ersten Attentats der Popgeschichte. Lennons Lebenslauf gehört zum kulturellen Allgemeingut: Liverpool, verlassen von den Eltern, Tante Mimi, Rock 'n' Roll und Beatlemania, Friedensengel, Privatier, New York. Mark David Chapman wuchs als Muttersöhnchen in Atlanta auf, im festen Glauben an den Herrn, vor allem aber an sich selbst. Der Außenseiter träumte sich in eine Welt der "kleinen Leute", über die er gütig oder furchtbar herrschte. Mit acht Jahren stieß er auf die Beatles. Als John Lennon 1966 feststellte, die Band sei populärer als der Heiland, zürnte ihm Mark Chapman heftig. Als der Sänger später in "Imagine" bat, sich keinen Himmel vorzustellen, soll der Sonderling daheim "Imagine" zur Gitarre vorgetragen haben mit der Zeile: "Stell dir vor, John Lennon wäre tot."

Beim YMCA betreute Chapman echte kleine Leute, Waisenkinder aus Vietnam. Nie habe er den eigenen Ansprüchen genügen können, weiß sein Biograph. In Honolulu scheiterte Mark Chapman erst am Selbstmord, in der Psychiatrie verschwand er als Neurotiker unter den übrigen, und Ehe und Berufsalltag verliefen typisch für einen gewöhnlichen Versager.

Hier kommt allerdings Jerome D. Salinger ins Spiel, der Schriftsteller, beziehungsweise dessen Bestseller "Der Fänger im Roggen". Chapman sah sich als Verkörperung einer Romanfigur. Er war der bereits weltberühmte und nun endlich leibhaftige Holden Caulfield, der im Feld die kleinen Leute hütete. "Ich wollte dem "Fänger im Roggen" zu weltweitem Ruhm verhelfen", gab Mark Chapman später vor Gericht an. Auch das Wort vom Kreuzzug fiel.

Der Mörder hatte Spuren ausgelegt. Auf dem Hotelbett fanden die Ermittler sorgsam ausgebreitet ein Empfehlungsschreiben vom YMCA, Jugendfotos und ein Filmplakat des "Zauberers von Oz". Der Festgenommene trug Salingers Roman bei sich und "Double Fantasy", die letzte Platte von John Lennon. Stunden vor der Tat hatte sie Lennon freundlich, wie es heute heißt, signiert. Damit wäre die Theorie, Mark Chapman habe Lennon umgebracht, weil er den Autogrammjäger herablassend behandelte, in diesem Film zumindest angezweifelt.

Dafür treten auf: für Lennon dessen letzter Sekretär Frederick Seaman, Jack Jones für Chapman und ein Stalking-Forscher für die zeitgemäßen Theorien. Dieser deutsche Psychologe äußert so gescheite wie im allgemeinen schwebende Gedanken über Projektion, Narzißmus und private Öffentlichkeit. Das schärft zwar nicht das Bild Mark Chapmans, weckt aber einen Verdacht: Womöglich handelt es sich bei dem weltberühmten Mörder nur um einen in seiner Persönlichkeit gestörten, religiösen Eiferer, der es versteht, sich interessanter darzustellen als er ist. Durch Bücher, Bilder, Platten. Nach der Haft will Chapman wanderpredigen
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Anmeldungsdatum: 03.12.2005
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BeitragVerfasst am: 05.12.2005, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wanderpredigen? Der sollte froh sein das er noch im Gefängnis ist, ansonsten wird wohl einer Chapman ermorden.
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(George Harrison)
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AnyRoad69
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BeitragVerfasst am: 05.12.2005, 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Der wird auch nie raus kommen dafür sorgt schon Yoko...
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Anmeldungsdatum: 03.12.2005
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BeitragVerfasst am: 06.12.2005, 00:07    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist auch gut so.
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Odobenus
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BeitragVerfasst am: 06.12.2005, 16:46    Titel: Antworten mit Zitat

er war ein religiöser Fanatiker.Ich kann gut nachvollziehen, wie Chapman damals gefühlt haben muss, auch wenn ich dieses scheussliche Verbrechen gern ungeschehen hätte.
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Die schon wieder
LET IT BE


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BeitragVerfasst am: 07.12.2005, 16:02    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja? Ich bin froh, daß ich es nicht kann.
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