AnyRoad69 Apple Rooftop

 Anmeldungsdatum: 25.03.2005 Beiträge: 5526 Wohnort: Neuruppin
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Verfasst am: 09.01.2006, 18:22 Titel: And your Bird can died-Vogelgrippe klopft an unsere Türe |
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Istanbul (dpa) - Die Zahl der Vogelgrippefälle bei Menschen in der Türkei hat sich nach Behördenangaben um fünf auf 15 erhöht. Darunter sind auch drei Geschwisterkinder, die in der vergangenen Woche in der Osttürkei gestorben waren. Bei zweien von ihnen hatten Labortests den gefährlichen Vogelgrippeerreger H5N1 als Todesursache bestätigt.
Die Tierseuche hat inzwischen auch den europäischen Teil des Landes erreicht, bei Istanbul wurden erkrankte Hühner gemeldet. In Deutschland wurde die Suche nach illegal eingeführten Geflügelprodukten verstärkt. Bund und Länder wollen nach dpa- Information an diesem Donnerstag über mögliche Gefahren beraten.
Bei den neu erkrankten Patienten in der Türkei handelt es sich um zwei Brüder im Alter von vier und fünf Jahren, einen Zwölfjährigen und einen weiteren Fünfjährigen aus dem Schwarzmeergebiet nordöstlich der Hauptstadt Ankara. Außerdem hat sich ein 18-Jähriger aus der osttürkischen Stadt Van neu infiziert, wo bereits die drei Geschwister aus Dogubeyazit gestorben waren.
Die Vogelgrippe war Ende vergangenen Jahres im Osten des Landes aufgetreten und hat sich mittlerweile bis weit in den Westen ausgebreitet. So wurde das Virus in Labortests auch bei Tieren in westlichen Außenbezirken von Istanbul gefunden. Dort wurden rund 300 Hühner vorsorglich getötet sowie Quarantänemaßnahmen angeordnet. Infektionen bei Menschen wurden in Istanbul nach Angaben des Provinzgouverneurs Muammer Güler bisher nicht nachgewiesen.
In Deutschland wurden die Kontrollen an Flughäfen verschärft und auch Reisebusse überprüft. Das niedersächsische Agrarministerium wies die Sicherheitsbehörden am Montag an, die Flüge aus der Türkei stärker zu kontrollieren. Bei den Reisenden wird etwa nach rohem Geflügel oder Federn gesucht. Die hessischen Gesundheitsbehörden überprüften laut Umweltministerium mehrere Busse aus Ost- und Südosteuropa auf illegale Lebensmitteleinfuhren.
Anders als Deutschland hält Frankreich verschärfte Maßnahmen wegen der Vogelgrippe in der Türkei nicht für nötig. Das Virus befinde sich in der Türkei, wo die Wildvögel in Nord-Süd-Richtung wanderten und nicht von Osten nach Westen, sagte Agrarminister Dominique Bussereau am Montag in Bergerac. Zudem habe Frankreich bereits sein Veterinärwesen wegen der Vogelkrankheit mobilisiert. In einigen Départements besteht seit Oktober für Geflügel Stallpflicht.
In der EU gilt bereits ein Einfuhrverbot für Geflügel und Geflügelprodukte aus der Türkei und anderen von der Vogelgrippe betroffenen Ländern. Außerdem soll von Dienstag an das Importverbot für Geflügelprodukte aus den östlichen Nachbarländern der Türkei auch auf Federn ausgedehnt werden.
Die Bundesregierung rief Reisende zu verstärkter Vorsicht auf. Sie sollten keine Geflügelmärkte besuchen und Kontakte mit Tieren vermeiden, sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums. Das größte Risiko gehe derzeit jedoch von illegalen Transporten von Geflügel und Geflügelprodukten aus. Bund und Länder beraten noch in dieser Woche über mögliche Gefahren angesichts der Vogelgrippefälle in der Türkei. Am Donnerstag ist nach dpa-Informationen ein Arbeitstreffen der Staatssekretäre zum gemeinsamen Vorgehen für den Fall der Einschleppung der Seuche durch Zugvögel geplant. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Insel Riems hält das Risiko durch Zugvögel aber weiter für gering.
Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge gibt es auch derzeit keine Anzeichen für eine Übertragung des Erregers von Mensch zu Mensch. «Glücklicherweise bleibt es bis jetzt ein Tiervirus, das sich leicht von Huhn zu Huhn überträgt», sagte der Leiter des WHO- Influenzaprogramms, Klaus Stöhr, im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Allerdings lasse sich eine Infektion von Mensch zu Mensch nicht ausschließen. |
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