`Sgt. Pepper's Magical Mystery Board´ `Sgt. Pepper's Magical Mystery Board´
*** Eigentlich passé, doch für Nostalgiker noch zum Lesen geöffnet ***
 
 FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesen  LoginLogin 

Chaos und Plünderungen in New Orleans!!!


 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    `Sgt. Pepper's Magical Mystery Board´ -> Total OT
Vorheriges Thema anzeigen: Wo kauft ihr CD,DVD's oder Bücher allgemein
Nächstes Thema anzeigen: Frage an Admin  

Google

Autor Nachricht
Die schon wieder
LET IT BE


Offline
Anmeldungsdatum: 28.03.2005
Beiträge: 1417
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 31.08.2005, 10:35    Titel: Chaos und Plünderungen in New Orleans!!! Antworten mit Zitat

Rheinische Post:


New Orleans (rpo). Die durch den Hurrikan Katrina verursachten Schäden sind offenbar weit größer als ursprünglich angenommen. Nach zwei Dammbrüchen in New Orleans herrscht im Katastrophengebiet vielerorts das reine Chaos. Die Gouverneurin des Staates Louisiana, Kathleen Blanco, kündigte an, die Stadt müsse vollständig evakuiert werden. Die Zahl der Toten steigt unterdessen weiter.

Allein in einem Bezirk im Staat Mississippi sollen mehr als 100 Menschen gestorben sein. Der Leiter der Behörde für Zivilverteidigung des Bezirks Harrison, Joe Spraggins, äußerte die Befürchtung, dass sich die Zahl noch verdoppeln oder verdreifachen könnte. Allein in der Kleinstadt Biloxi kamen nach Angaben des Katastrophenschutzzentrums 30 Menschen in einem Wohnblock um, der weitgehend zerstört wurde. Auch die Stadt Gulfport wurde völlig verwüstet.

In Louisiana werden ebenfalls zahlreiche Todesopfer befürchtet, wenngleich die Behörden keine Zahlen nannten. Für die Stadtverwaltung von New Orleans hat die Rettung der Überlebenden Vorrang, die in der zu etwa 80 Prozent überschwemmten Metropole am Mississippi-Delta zum Teil auf Dächern auf Hilfe warten. "Wir kümmern uns jetzt nicht um die Toten", sagte Bürgermeister Ray Nagin.

In der Stadt brach ein Hauptwasserrohr, woraufhin die Einwohner ihr Trinkwasser abkochen mussten. Nach zwei Dammbrüchen ergossen sich neue Fluten in die Straßen. Wegen der steigenden Wassermassen wurden die Patienten eines Krankenhauses ins Footballstadion Superdome verlegt, wo bereits rund 10.000 Menschen ausharrten. Um die Arena stand das Wasser knietief. Rettungskräfte holten mit Hubschraubern ganze Familien aus umfluteten Häusern, viele Menschen wurden in letzter Minute mit Booten in Sicherheit gebracht. Umgestürzte Bäume und herabhängende Stromkabel behinderten die Rettungsarbeiten. Gouverneurin Blanco sprach von einer unhaltbaren und herzzerreißenden Situation.

Erste Plünderungen

In der Canal Street in New Orleans plünderten Dutzende Menschen Bekleidungs- und Schmuckgeschäfte. Ein Mann, der zehn Paar Jeans über seinem linken Arm trug, wurde gefragt, ob er Waren aus seinem Geschäft in Sicherheit bringe. Der antwortete: "Nein. Dieses Geschäft gehört allen." Nach Angaben der Polizei schoss ein Plünderer einen Polizisten nieder. Auch aus Biloxi wurden Plünderungen gemeldet.

US-Präsident George W. Bush wird seinen Urlaub zwei Tage früher beenden und am (heutigen) Mittwoch nach Washington zurückkehren. "Unsere Herzen und Gebete sind bei unseren Mitbürgern an der Golfküste", sagte Bush am Dienstag in Kalifornien. Nach Angaben des Weißen Hauses wird er das Katastrophengebiet in Kürze besuchen.

Ersten Schätzungen des Risiko-Management-Unternehmens AIR Worldwide zufolge entstand ein Schaden bis zu 26 Milliarden Dollar. Damit wäre "Katrina" der teuerste Sturm, der die USA jemals heimsuchte. "Das ist unser Tsunami", sagte der Bürgermeister von Biloxi, A.J. Holloway.

Nachdem "Katrina" den Osten von Mississippi durchquert hatte, wurden nur noch Windgeschwindigkeiten von knapp 60 Stundenkilometern gemessen, woraufhin der Hurrikan zum Tropensturm herabgestuft wurde. Doch auch auf seinen voraussichtlich nächsten Stationen in Tennessee und Ohio wurden noch heftige Regenfälle erwartet. Und die Meteorologen gaben keine Entwarnung: In den kommenden Tagen könnten sich über dem Südosten der USA neue gefährliche Tornados bilden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Die schon wieder
LET IT BE


Offline
Anmeldungsdatum: 28.03.2005
Beiträge: 1417
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 01.09.2005, 14:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, man kann sich dieses Ausmaß kaum noch vorstellen. Hier der Bericht von stern.de:

Laut der Gouverneurin von Louisiana ist die öffentliche Ordnung in New Orleans zusammengebrochen. Selbst Pflegeheime sind bereits überfallen worden. George W. Bush hat die Überflutungen persönlich in Augenschein genommen und eine Hilfs- und Rettungsaktion versprochen.

In den von Hurrikan "Katrina" verwüsteten Gebieten im Südosten der USA spitzt sich die Lage weiter zu. So dauern etwa die Plünderungen in New Orleans weiter an. Mehrere Bewohner überfielen ein Pflegeheim und raubten die Nahrungsmittelvorräte. Andere brachen mit einem Gabelstapler das Schaufenster eines Geschäfts ein, um Getränke, Eis und Lebensmittel zu stehlen.

Für die öffentliche Sicherheit stellte Bürgermeister Ray Nagin 1500 Polizisten ab, die bisher bei der Rettung von Hurrikan-Opfern mitwirkten. Die Plünderer rückten ins dicht besiedelte Stadtzentrum vor, sagte Nagin der Nachrichtenagentur AP. "Und jetzt werden wir sie stoppen."





Die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, äußerte sich bestürzt über den Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung. Sie habe das Weiße Haus um Unterstützung gebeten, damit die Nationalgarde gegen die Plünderer eingesetzt werden könne. "Ich werde diese Art von Verhalten nicht dulden", sagte Blanco.

Offenbar bringe eine solche Katastrophe die schlechteste Seite der Menschen zum Vorschein. Eine Bande von Einwohnern überfiel am Mittwoch ein Pflegeheim, brachte den Bus des Heims in ihren Besitz und rief den Bewohnern zu, sie sollten abhauen. "Wir hatten Nahrung für zehn Tage", sagte die Heimdirektorin Peggy Hoffman. "Jetzt müssen wir unsere Mitarbeiter mit Gewehren ausrüsten und ihnen beibringen, wie man schießt." 80 Bewohner des Pflegeheims, die meisten von ihnen im Rollstuhl, wurden in andere Städte gebracht. In einem Laden stürzten sich Scharen von Bewohnern aller Altersgruppen auf Getränke und Lebensmittel.

Polizisten werden beschossen
Einige fuhren mit ganzen Wagenladungen Bier davon. Zwei Polizisten bedrohten die Plünderer mit der Schusswaffe, doch konnten diese entkommen. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, vor dem Verlassen ihrer Häuser ihre privaten Schusswaffen zu übergeben, weil diese dringend benötigt würden. Polizisten, die sich vor den Fluten auf das Dach eines Hotels gerettet hatten, berichteten, dass sie nachts beschossen worden seien. Der Sicherheitschef von New Orleans, Terry Ebbert, sagte, dass Gruppen von bewaffneten Männern in der Stadt unterwegs seien.

Die US-Regierung rief am Mittwoch bereits vorsorglich für die betroffene Küstenregion den "Gesundheitsnotstand" aus. "Die Lage ist schrecklich, es ist heiß und feucht und die Leute haben kein Trinkwasser", sagt Michael Brown, Chef der US- Behörde für Katastrophenmanagement FEMA.

Lebensmittel- und Wasserversorgung bricht zusammen
Augenzeugen berichteten von zahlreichen im Wasser treibenden Leichen und von Menschen, die wegen ausbleibender Versorgung mit Wasser und Lebensmittel zusammenbrechen und sterben würden. "Wir hätten besser auf so eine Katastrophe vorbereitet sein müssen", sagte die demokratische Senatorin Mary Landrieu aus Louisiana dem Sender CNN.

Auf einer Autobahn bei New Orleans, die passierbar ist, versammelten sich hunderte Menschen und riefen vorbeifahrenden Autoinsassen zu: "Bitte helft uns." Andere streckten leere Becher aus und bettelten um Wasser. Weinende Menschen flehten Journalisten vor Ort an, ihnen bei der Suche nach vermissten Familienangehörigen zu helfen.

Zehntausende Häuser können nicht mehr repariert werden
Inzwischen wachsen die Befürchtungen, dass der Hurrikan "Katrina" viele hunderte Menschenleben gekostet hat. Ein Behördenvertreter sagte dem US-Sender ABC, die Zahl der Todesopfer könne sogar in die Tausende gehen. Zehntausende Häuser könnten nicht mehr repariert werden und die Küste im Bundesstaat Mississippi sei komplett zerstört, sagte Bush in Washington.

Zudem wächst die Sorge, dass sich Seuchen wie Typhus und Cholera ausbreiten könnten. "Die Bedingungen verschlechtern sich rapide", warnte eine Gesundheitsexperte von der Staats-Universität Louisiana.

Im Nachbarstaat Texas rüstete man sich unterdessen für das Eintreffen von tausenden Katastrophen-Flüchtlingen. Um Mitternacht sollten die erste Busse aus New Orleans vor dem Astrodome-Stadion in der texanischen Hauptstadt Houston anrollen. Dort sollen die schätzungsweise 23000 bis 30.000 Menschen, die bisher unter unerträglichen sanitären Umständen im Footballstadion "Superdome" in New Orleans campierten, vorübergehend eine Bleibe finden.

Bush verschaffte sich auf seinem Rückflug von Crawford nach Washington an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One aus der Luft ein erstes persönliches Bild von der Lage in Louisiana und in Mississippi, wo nach inoffiziellen Angaben bereits mindestens 110 Tote gezählt worden und ganze Straßenviertel im Wasser verschwunden sind. Nach Angaben von Bush befanden sich am Mittwoch insgesamt 78.000 Menschen in Notunterkünften.

Wiederaufbau wird Jahre dauern
Der Wiederaufbau in den drei hauptsächlich betroffenen Staaten Louisiana, Mississippi und Alabama werde Jahre dauern, sagte Bush nach einem Flug über die betroffenen Gebiete. Er kündigte die Entsendung mehrerer Marineschiffe, amphibischer Fahrzeuge sowie Hubschrauber und die Einrichtung dutzender großer Feldlazarette mit insgesamt 10.000 Betten an. Hunderte von Lastwegen stünden für Hilfsgütertransporte bereit, beispielsweise für die Anlieferung von 5,4 Millionen Paketen Fertignahrung. Bush will auch zusätzliche 11.000 Nationalgardisten in die Katastrophengebiete schicken. 5000 von ihnen sollen der Polizei helfen, für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Auch Hollywoodstars und Musiker setzen sich mit Spendenaufrufen und Konzerten für die Opfer von Hurrikan "Katrina" ein. Der US-Sender NBC plant am Freitag ein Benefiz-Konzert, bei dem die aus den Südstaaten stammenden Musiker Wynton Marsalis, Harry Connick Jr. und Tim McGraw auftreten. Hollywoodstar Leonardo DiCaprio werde in der Show um Spenden für die Opfer bitten. Der gesamte Erlös soll dem amerikanischen Roten Kreuz zufließen. Künstler wie Morgan Freeman, Alicia Keys, John Mellencamp und Usher planen weitere Aktionen.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    `Sgt. Pepper's Magical Mystery Board´ -> Total OT Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.



Kostenlose Tools (Forum, Gästebuch) & Tipps für Ihre Homepage!

Powered by phpBB 2.0.21 © 2001, 2002 phpBB Group. Impressum/rechtliche Hinweise.

PAGERANK TOOLS RankBooster Pagerank verbessern