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Eine deutsche Antwort auf die Beatles-The Lords


 
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AnyRoad69
Apple Rooftop


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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 5526
Wohnort: Neuruppin

BeitragVerfasst am: 06.05.2005, 17:11    Titel: Eine deutsche Antwort auf die Beatles-The Lords Antworten mit Zitat

Der viel diskutierte „Mantel der Geschichte“ – die Lords hat er mit Sicherheit gestreift. Nach über 40 Jahren Bühnenerfahrung bürgt der Name der dienstältesten deutschen Beatband nach wie vor für Kontinuität und Spielfreude. Selbst weltweit kann ihnen (mit Ausnahme der „Ventures“, die zur gleichen Zeit starteten) niemand das Wasser reichen.

Alles begann 1959 in Berlin, als Ulli Günther weitere fünf bgeisterte Skiffle-Anhänger um sich scharte. Mit ihrer im wahrsten Sinne „handgemachten“ Musik (Lord Ulli hatte sich eigenhändig einen Stehbass aus Sperrholz gebastelt) brachten sie u.a. mit Banjo, Gitarre, Waschbrett und Kamm im Nu jeden Tanztee zum Kochen.

Prompt gewannen sie 1961 den vom Berliner Senat ausgeschriebenen Wettbewerb um das „Goldene Waschbrett“.
Als 1963 der Beat seinen Siegeszug um die Welt antrat, wurde vorausschauend „Skiffle“ aus dem Bandnamen gestrichen – gleichzeitig wechselte die Besetzung.

Nur kurze Zeit später wurden die Lords im September 1964 im Hamburger Starclub zu Deutschlands „Beatformation Nr. 1“ gewählt – der Rest ist Geschichte.
Nach dem Plattenvertrag bei der EMI in Köln zündete eine Erfolgsrakete mit unglaublicher Durchschlagskraft. „Wir haben“, sagt Gitarrist Leo Lietz, „von da ab jahrelang aus dem Koffer gelebt“.
Zwischenzeitlich mussten sie auch noch den Unfall ihres Bassisten Lord Knut verkraften. Dennoch jagte ein Auftritt den anderen. Ihr unverwechselbares Image – bedingt durch die neuen Prinz-Eisenherz-Frisuren und völlig abgefahrene Kostüme – machte sie sogar für das europäische Ausland zur Attraktion.

1965 bestanden die Lords aus Ulli Günther (Gesang), Leo Lietz (Gitarre), Bernd Zamulo (Bass), Rainer Petry (Gitarre) und Max Donath (Schlagzeug).
Die Gruppe tourte u.a. mit den Who und den Kinks und knackte als erste westliche Beatband den „eisernen Vorhang“. In Polen und Jugoslawien gelang ihen ein Triumphzug ohne gleichen.

Ganz nebenbei lieferten sie einen Hit nach dem anderen ab. Zwischen 1965 und 1969 hatten die Lords 11 Singles in der deutschen Hitparade, wobei heute „Poor Boy“ zu den absoluten Klassikern zählt.

Doch wie sehr der ständige Tourstress und der abnehmende Erfolg an den Nerven zehrte erwies sich 1971 : man trennte sich auf unbestimmte Zeit.

Als die zahlreichen Fans immer häufiger nach einem Neubeginn riefen, starteten die Lords 1976 noch einmal durch.

1980 wurde Rainer Petry durch Jupp Bauer und Max Donath durch Werner Faus ersetzt, der seinerseits 1998 von Charly Terstappen abgelöst wurde.

Lord Ullis tragischer Tod in Potsdam verwandelte im Herbst 1999 die Jubiläumstour zur Makulatur.



(C) Quelle www.thelords.de

Vor 40 Jahren kam ihr erstes Album auf dem Parkt




Einige ihrer bekannten Hits:

1.Shakin' All Over
2.Poor Boy
3.Que sera
4.Poison Ivy
5.Have A Drink On Me
6.Gloryland

7.John Brown's Body
8.Cut My Hair
9.Late Last Sunday Evening
10.Good Side Of June
11.Sing Hallelujah
12.Seven Daffodils
13.Fire
14.Raindreams
15.Rockin`Pneumonia
16.What They Gonna Do ?
17.Greensleeves
18.Don't Mince Matter
19.People World
20.And At Night
21.Four O'Clock In New York
22.Three-Five-Zero-Zero
23.Manchester England
24.Inside Out
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Pennylane
She Loves You/I'll Get You


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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 176
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 08.05.2005, 08:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ja die LORDS sollen ja auch immer noch auf Tournee gehen. Das habe ich bei Oldie.de gelesen und gesehen.

Aber in die Schweiz sind die noch nie gekommen. Das wäre einmal etwas anderes als immer die gleichen Oldie Bands ansehen zu müssen die immer bei uns vorbei kommen. Susy Quatro, Dave, Dee, Dozy, u.s.w.
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Wolfgang
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Anmeldungsdatum: 13.04.2005
Beiträge: 466
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 10.05.2005, 02:52    Titel: Antworten mit Zitat

1988 hatte ich das Glück, die Lords in einer Kleinstadt im Hamburger Umland live erleben zu können. Sie spielten kostenlos auf dem Marktplatz! Mich hatte der Auftritt total von den Socken gehauen. Laughing Die Jungs waren mit soviel Spaß und Spielfreude bei der Sache, daß der beschauliche Marktplatz kochte! Sie waren deutlich besser als auf ihren alten Platten, auch wenn das schwer vorstellbar ist. Die Jahrzehnte, in denen sie sich mit Liveauftritten in kleinem Rahmen über Wasser halten mußten, hatten Wirkung gezeigt.

In dem Ort gab es damals ein Lokal "House Of Lords" Very Happy , sie wurden vom Gastwirtsehepaar dorthin eingeladen, und so hatte ich Gelegenheit, die Jungs persönlich kennenzulernen.

Der Abend hatte sich gelohnt! Very Happy

Gruß, Wolfgang
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Wolfgang
Moderator


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Anmeldungsdatum: 13.04.2005
Beiträge: 466
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 10.05.2005, 03:00    Titel: Re: Eine deutsche Antwort auf die Beatles-The Lords Antworten mit Zitat

Any Road 69 hat folgendes geschrieben:
Zwischenzeitlich mussten sie auch noch den Unfall ihres Bassisten Lord Knut verkraften.

Bei allem Respekt für die Lords und ihre Musik: das ist sehr beschönigend formuliert! Die Lords hatten ihm zugesagt, daß er nach seinem Krankenhausaufenthalt wieder bei ihnen einsteigen könne. Als es dann so weit war, wollten sie davon nichts mehr wissen. Lord Knud machte dann ein paar erfolglose Platten und schlug sich als Diskjockey durch. Das alles ging durch die Presse und fügte dem Ruf der Lords erheblichen Schaden zu. Na ja, die Zeit heilt viele Wunden. Wink

Gruß, Wolfgang
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